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November 2008

Warum sind Sie in Lateinamerika? Es könnte an Ihrem Karma liegen.

Wer noch an Zufall glaubt oder an die komplette Kontrolle über das eigene Leben, hat die Selbstfindungswelle verpasst, die in Zeiten der Globalisierung die ganze Welt erfasst hat. Die Sängerin Madonna schwört auf Kabbala, der Schauspieler Richard Gere ist überzeugter Buddhist und sein Kollege Tom Cruise sucht sein Heil in Scientology. In Mexiko macht der Schweizer Pascal Greub “kosmisches Theater” und “kreative Transformation”, die deutsche Physiotherapeutin Julia Sonne löst von den Alpen aus Karma durch Meditation und die Autorin dieses Artikels hat die Wahrheit bei Maya-Schamanen gesucht, denn sie ist überhaupt nur nach Yukatan gekommen, weil sie sich in einem früheren Leben vorgenommen hat, in diesem eine Mayakönigin zu sein.

Klingt verrückt? Mag sein. Aber ist es nicht auch verrückt, sein Leben als abhängig Beschäftigter, gehorsamer Bürger oder religiöser Gläubiger Regeln unterzuordnen, die man selbst kaum mitgestaltet hat? Das ist kein Aufruf zur Rebellion, nur zur Kontemplation. Wer bin ich? Was will ich? Warum bin ich hier? Haben Sie sich diese Fragen auch schon mal gestellt? Das ist ganz normal. Aber haben Sie darauf auch Antworten?

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Deutsche Archäologin erforscht Wurzeln der Menschheit in Yukatan

Alte Knochen sind ihre große Leidenschaft. Dass das kein trockenes Thema ist, sondern hochspannend, hat die deutsche Archäologin und Anthropologin Vera Tiesler Blos, die an der Universität von Yukatan im Mérida lehrt, zuletzt durch ihre Forschungen an der “reina roja” unter Beweis gestellt. Die “rote Königin”, die Vera Tiesler selbst in der Maya-Stätte von Palenque mit ausgegraben hatte, entpuppte sich als eine bis dahin fast unbekannte Herrscherin und eine Rarität in der auch bei den Maya offenbar von Männern dominierten Welt, so dass ihr der Discovery-Channel sogar eine eigene Dokumentation widmete.

Doch nicht immer führen ihre Forschungen Vera Tiesler so weit in die Geschichte zurück. Beim Kongress “Afrocaribeños” stellte sie im November 2008 in Mérida den Stand der Wissenschaft zu einem Thema vor, das ebenfalls kaum bekannt ist: die afrikanischen Wurzeln der heutigen Bevölkerung Yukatans, die zumindest seit der Spanischen Eroberung nachweisbar sind.

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