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November 2014

Das Grauen hat kein Gesicht

Julio César Mondragón war eines der Opfer der Polizeigewalt in Mexiko. Dem Studenten wurde die Gesichtshaut abgezogen. Von wem ist immer noch unklar.

"Es ist nicht gerecht, dass die Mexikaner selbst das ihrem eigenen Volk antun", sagt ein Onkel von Julio César Mondragón. Mexiko ist einmal mehr zum Synonym für Staatsterror geworden seit der Nacht zum 27. September, in der sechs Menschen in Iguala der Polizeigewalt zum Opfer fielen, drei Unbeteiligte und drei Studenten des Lehrerseminares von Ayotzinapa.

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Demonstrationen statt Militärparade zum Nationalfeiertag in Mexiko

Am 104. Jahrestag der Mexikanischen Revolution marschieren in diesem Jahr nicht Soldaten durch die Straßen von Mexiko-Stadt, sondern Demonstranten. Im ganzen Land finden Veranstaltungen statt aus Solidarität mit den Angehörigen der 43 am 26. September in Iguala von korrupten Polizisten verschleppten Studenten.

Die größte Demonstration findet in der Hauptstadt statt. Von drei verschiedenen Punkten begannen die Teilnehmer am Abend, ins Zentrum zu marschieren. Auch mehrere Zufahrtsstraßen zum Internationalen Flughafen von Mexiko-Stadt wurden zeitweise blockiert.

Nach einer patriotischen Feier ist den meisten Mexikanern angesichts der Polizeigewalt und der Verstrickung von Politik und Organisiertem Verbrechen nicht zumute. Auf einem Plakat war zum Beispiel zu lesen: "Mama, ich bin rausgegangen, um mein Vaterland zu verteidigen ... wenn ich nicht wiederkomme, bin ich mit ihm gegangen! 20. November. NICHTS zu feiern." 

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22. Zentralamerika- und Karibikspiele in Mexiko eröffnet

Im mexikanischen Verazruz sind die 22. Zentralamerika- und Karibikspiele eröffnet worden. An dem Sportgroßereignis nehmen in diesem Jahr 5700 Athleten aus 31 Ländern teil. Sie werden sich bis zum 30. November in 46 Disziplinen messen.

Zum ersten Mal seit ihrem Beginn im Jahr 1926 ist der Hauptsitz der Spiele außerhalb der Hauptstadt des austragenden Landes. Neben Veracruz finden die Wettkämpfe in Boca del Río, Xalapa, Tuxpan, Córdoba und Coatzacoalcos statt.

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Drahtzieher der Verschleppung von 43 Studenten in Mexiko-Stadt festgenommen

Hoffnung für die Angehörigen der 43 in Mexiko vermissten Studenten: Am frühen Dienstag morgen sind der Bürgermeister von Iguala, José Luis Abarca Velázquez, und seine Frau, María de los Ángeles Pineda Villa, von Bundespolizisten in einem Haus in Mexiko-Stadt festgenommen worden. 

Die dritte bei der Aktion verhaftete Person ist Noemí Berumen Rodríguez, sie soll dem Ehepaar bei und nach seiner Flucht geholfen haben.

Abarca wird vorgeworfen, den Angriff auf die Studenten am 26. September in seiner Stadt angeordnet zu haben. Kurz danach war er mit seiner Frau untergetaucht. Beide sagten nach ihrer Festnahme vor der Staatsanwaltschaft für Organisierte Kriminalität aus. Die Ermittler hoffen, dass nun auch die vermissten Studenten gefunden werden.

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43 in Guerrero verschleppte Studenten sollen am Leben sein

Im Fall der vermissten mexikanischen Studenten spielen offenbar die Kriminellen mit den Behörden Katz und Maus oder, um Zeit zu gewinnen, die Regierung mit den Medien. Nachdem angeblich die Täter selbst die Ermittlungsbehörden erst in die Umgebung von Iguala und dann auf die Müllkippe im benachbarten Cocula geschickt hatten, um nach den Studenten aus Ayotzinapa zu suchen, ist nun in Chilpancingo ein Spruchband aufgetaucht, auf dem es heißt, die Vermissten seien noch am Leben.

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