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Ausstellung "Das Potosí-Prinzip" beleuchtet Kunst und Kommerz

Mit der Entdeckung von Silber im bolivianischen "Cerro Rico" und seiner Ausbeutung in der Minenstadt Potosí begannen das kapitalistische System und die Globalisierung von Geld und Kunstwerken. Das ist der Ausgangspunkt für eine eigenwillige Ausstellung, die Gegensätze aufzeigt, aber auch vereint: "Das Potosí-Prinzip" im Haus der Kulturen der Welt in Berlin zeigt rund 20 Gemälde und Aquarelle aus dem 17. bis 19. Jahrhundert sowie zeitgenössische Antworten auf sie.

Zu den historischen Werken gehören vor allem kolonialzeitliche Bilder des sogenannten "Andinen Barock", die erstmals in Deutschland zu sehen sind. Die meisten stammen aus dem "Museo Casa Nacional de Moneda" in Potosí, aus Museen in La Paz und dem spanischen Sevilla. Einige Werke sind noch im Besitz von einzelnen Klöstern oder sogar Dorfkirchen. Sie wurden im Vorfeld vom "Museo Nacional Reina Sofia" in Madrid restauriert, das zusammen mit der spanischen Regierung und dem Haus der Kulturen der Welt die Ausstellung finanziert. 25 internationale Künstler bzw. Künstlergruppen, davon nur drei aus Bolivien selbst, waren eingeladen, das "Potosí-Prinzip" im Lichte verschiedener geographischer und politischer Gegebenheiten zu interpretieren.

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