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S.O.S aus Villa Carlota: Eine deutsche Kolonie in Yukatan im 19. Jh.- Teil I

“Es bleibt uns also nichts übrig als wie die hiesigen eingeborenen Indianer von Maisbrot und Wasser zu leben, deshalb sind wir wahrlich nicht nach Yucatan ausgewandert”: Not und Groll sprechen aus einem Hilfsgesuch, das die Vertreter von deutschen Einwanderern der Kolonie “Villa Carlota” im August 1866 an die kaiserliche Regierung von Yukatan richeteten. Dabei waren einige von ihnen längstens ein Jahr im Land und sie waren so vielversprechend angekündigt, so herzlich von den Einheimischen empfangen und so reich wie keine anderen Kolonisten beschenkt worden.

“Die Deutschen waren vermutlich die Siedler, die mit der größten Sympathie aufgenommen wurden”, erklärt die in Augsburg lebende mexikanische Anthropologin Alma Durán Merk, außerdem sei dies “vermutlich der erste Fall subventionierter Kolonisation in Mexiko” gewesen. Ihr ist es zu verdanken, dass dieses Stück deutscher Geschichte in Yukatan während der Regierung Mexikos durch Kaiser Maximilian von Habsburg von 1864 bis 1867 überhaupt für die Nachwelt dokumentiert wurde.

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