Skip to Content

"Weiberparadies" versus "absurde Telenovela"

Südländisches Temperament, gefälliges Äußeres, jungenhafter Charme: damit hatte José [Name geändert] aus Mexiko-Stadt bei der Damenwelt auf Anhieb Erfolg, seit er im April 2011 nach Deutschland gekommen war. Auch bei Kati, alleinerziehende Mutter aus Berlin. Sie lernte den Anfang-Vierziger im Januar 2012 auf einer Party kennen. Schon im April heirateten die beiden.

"Nach zwei Scheidungen hatte ich zwar nicht mehr an eine dritte Ehe gedacht, aber ich war unsterblich verliebt, er war für mich in vielerlei Hinsicht ein sehr attraktiver Mann", erzählt die Berlinerin, die schon einmal mit einem Mexikaner verheiratet war und aus dieser Beziehung ihre Tochter hat. "Wir träumten und schwärmten von einer gemeinsamen Zukunft in Berlin und davon, in einer ferneren Zukunft gemeinsam in sein Heimatland Mexiko zurückzukehren."

Abonnieren Sie die LAZ, um den ganzen Artikel zu lesen.LAZ jetzt abonnieren!

Kommentare

die Französin...

bin ich. Falls es jemanden interessiert (den Betroffenenen vielleicht?) Ich habe J. im Sommer 2011 auf einem Konzert in Berlin kennengelernt. Er hat mich zwar etwas zu heftig angebaggert, sah aber im Dunkeln ganz appetitlich aus, auch wenn er verbal nicht viel zu bieten hatte. Ich spreche ja auch wenig spanisch, eine Erklärung.  Er warb also eifrig 2 Tage per handy und durfte dann bei mir einen nächtlichen Besuch abstatten. War ganz nett, aber ich habe schnell gemerkt, dass dieser Junge intellektuell recht hohl ist. Aber warum nicht, ein bisschen Schlafzimmersport ist gesund. Oft war er nicht bei mir, weil ich auch nicht wollte, dass mein Sohn von dieser Beziehung erfährt. Wir leben zu zweit, er braucht klare Verhältnisse. J. war offiziell mein Deutschschüler. Claudia hat gut seinen Hang zum Drama erkannt. Nach den ersten Besuchen, sagte er dann plötzlich Verabredungen ab, war nicht mehr zu erreichen und erzählte mir schließlich von seiner eifersüchtigen Freundin, bei der er wohnte. Er müsste ab und zu bei ihr auftauchen, sie wäre schon ganz cool. Zu seiner herben Enttäuschung bleib meine erwartete Eifersuchtskrise aus. Konnte er kaum fassen. Irgendwie wurde er mir dann immer unangenehmer mit seinem unsteten Leben. Er brachte auch nie was mit, kam nachts mit einer Bierflasche seine Nummer schieben. Und Auf Dauer wird das langweilig, zumal er im Bett nicht unbedingt ein Erlebnis ist. Ich war eben ausgehungert. Wir haben uns dann auch lange nicht mehr gesehen nach einer letzten missratenen Nacht. Irgendwann nach ein paar Wochen tauchte er nachts unter meinem Balkon auf und schwörte mir ewige Liebe. Claudia hatte ihn wohl gerade vor die Tür gesetzt. Aber ich hatte den Geschmack verloren. Ich habe dann bis anfang diesen Jahres nichts mehr von ihm gehört. Er hat mich über facebook kontaktiert. Hat sich aber weiter nichts entwickelt.Er suchte gerade eine Wohnung. Und dann Anfang September fragte er über Facebook nach Freundschaft. Warum nicht? Er sei in Mexiko und nun wolle er sein Leben ändern, besinnt sich auf seinen 3 -jährigen Sohn, seine Verantwortlichkeit und seine Heimat. Kati hat mich dann über Facebook kontaktiert undmir den famosen Steckbrief gemailt. Wir haben und dann zu dritt getroffen,viel gelacht und sind nun dabei Freundinnen zu werden. Ich hatte das Glück, mich nicht verliebt zu haben. Es hatte sich also gar keine richtige Beziehung entwickeln können. Auch weil der Junge geistig wenig zu bieten hat. Damals war ich richtig ausgehungert und er kam gerade recht, aber auch im Bett war da keine Evolution. Liebe macht blind...

LAZ-INFO