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Hintergrund

Laute Mexikaner - leise Deutsche: Viel mehr als bloß ein "kultureller" Unterschied

Sozialwissenschaftler schätzen den Rückstand Mexikos im Vergleich zu Deutschland auf 300 Jahre. Also Mexiko sei heute auf einem Stand wie Deutschland vor 300 Jahren. Dabei geht es nicht um Details wie das Frauenwahlrecht, dass in Deutschland 1918 eingeführt wurde und in Mexiko 1953, das wären nur 35 Jahre Unterschied. Es geht um den allgemeinen Entwicklungsstand der Menschen und der Gesellschaft, im Wesentlichen um das Verständnis für das Gemeinwohl, das sich wiederum auswirkt auf die Ablehnung von Korruption, die wirtschaftliche Produktivität, Arbeitsmoral, ethische Werte und viele Faktoren mehr.

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Was steht in den "Panama Papers"?

Die Kundenliste von Mossack Fonseca liest sich wie ein Who is Who der Weltprominenz: Präsidenten, Staats- und Regierungschefs, ihre Verwandten und Freunde, Schauspieler, Musiker, Sportler.

Es ist zwar ein offenes Geheimnis, dass die Reichen und Mächtigen ihre Vermögen in Steueroasen sichern, doch niemals wurden Informationen darüber veröffentlicht - im Geschäft mit den Briefkastenfirmen gilt äußerste Diskretion.

Dieses Tabu haben die "Panama Papers", rund 11,5 Millionen von den Computern der panamaischen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca abgegriffene Dateien, nun durchbrochen. Sie legen damit die zumindest moralisch verwerflichen Machenschaften der Prominenten offen und geben auch Steuerfahndern in vielen Ländern Anlass, die Finanzen einiger ihrer Mitbürger genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Das Grauen hat kein Gesicht

Julio César Mondragón war eines der Opfer der Polizeigewalt in Mexiko. Dem Studenten wurde die Gesichtshaut abgezogen. Von wem ist immer noch unklar.

"Es ist nicht gerecht, dass die Mexikaner selbst das ihrem eigenen Volk antun", sagt ein Onkel von Julio César Mondragón. Mexiko ist einmal mehr zum Synonym für Staatsterror geworden seit der Nacht zum 27. September, in der sechs Menschen in Iguala der Polizeigewalt zum Opfer fielen, drei Unbeteiligte und drei Studenten des Lehrerseminares von Ayotzinapa.

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Neue Studie und altes Wissen über Leben nach dem Tod

Die Geister nahen: am 31.10. wird Halloween, am 1.11. Allerheiligen und der "Tag der Toten" begangen. Dabei wird in Lateinamerika ein Weiterleben nach dem Tod ernster genommen als in Westeuropa. Zu Recht, wie meine eigenen, sehr interessanten Erfahrungen mit Verstorbenen belegen, die man hier nachlesen kann.

Die Wissenschaft nähert sich dem Thema immerhin an. Für eine neue Studie hat die Universität im britischen Southhampton die Daten von mehr als 2000 Patienten, die einen Herzstillstand erlitten hatten, im Hinblick auf entsprechende Erfahrungen ausgewertet und die Ergebnisse nun veröffentlicht. Von den 330 Patienten, die den Herzstillstand überlebt hatten, gaben 140 an, bewusste Wahrnehmungen während ihres klinischen Todes gehabt zu haben. 

Helles Licht, Gefühle von Schweben und Geborgenheit, die Präsenz liebevoller Wesen: die Sinneseindrücke, die sie beschreiben, sind ähnlich. 

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Freier Flug für Drogen über Guatemala

Im September haben die Generalstaatsanwälte von Guatemala und Mexiko eine engere Zusammenarbeit vereinbart, um den Drogenschmuggel über die Grenze zwischen beiden Ländern wirksamer zu bekämpfen. Das Amt bekleidet in Mexiko seit Ende 2012 Jesús Murillo Karam, in Guatemala wurde Thelma Aldana Hernández im Mai dieses Jahres ernannt. 

Rund 90 Prozent aller Drogen, die von Südamerika in die USA geschleust werden, passieren Guatemala und Mexiko. Die Menge nimmt stetig zu. Sie verdoppelte sich zum Beispiel bei Kokain innerhalb von zehn Jahren von 300.000 auf 600.000 Kilo pro Jahr, manche sprechen sogar von aktuell bis zu 900.000 Kilo. Die Menge des in Guatemala beschlagnahmten Kokains blieb jedoch fast gleich. Sie liegt seit Jahren bei rund 10.000 Kilo pro Jahr. Real wird die Drogenbekämpfung also immer erfolgloser. 2013 haben die USA der guatemaltekischen Anti-Drogen-Spezialeinheit deshalb sechs Hubschrauber geschenkt.

Doch die Kartelle haben für den Transport der Drogen möglicherweise Rückendeckung aus höchsten politischen Kreisen.

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Forscher arbeiten an Impfstoff gegen Chagas

In sieben bis zehn Jahren soll der Chagas-Krankheit mit einer Impfung vorgebeugt werden können. Das erhoffen sich Forscher von acht lateinamerikanischen und internationalen Institutionen, die sich dafür in einem gemeinsamen Projekt zusammengeschlossen haben.

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Michael Jackson: "Ein Superstar und Gentleman" - Teil 3

Seit dem 1. Mai 2009 wurde Jackson von seinem neuen Leibarzt Dr. Conrad Murray betreut, einem Kardiologen, der Jackson und seine Kinder seit 2008 gelegentlich behandelt hatte. Murray sollte Jackson nach London begleiten und dafür 150.000 US-Dollar pro Monat von AEG bekommen, die später von den Einnahmen Jacksons abgezogen werden sollten.

Ein anderer Arzt war im Gespräch gewesen, der auf Suchtprobleme spezialisierte Dr. Stuart Finkelstein. Er hatte Jackson schon einmal während dessen "Dangerous"-Tour betreut und verlangte "nur" 40.000 US-Dollar Honorar. Doch er machte zur Bedingung, dass Jackson "clean" sein musste, was offenbar niemand bestätigen wollte.

Vor allem aber war Murray offenbar bereit, Jacksons gefährliche Sonderwünsche zu erfüllen. Um das Arbeitspensum durchzuhalten, nahm Jackson unter anderem Demerol. In seinem Haus wurden weitere rezeptpflichtige Medikamente auch auf Alias-Namen von Jackson gefunden. Um schlafen zu können, griff er zu drastischeren Maßnahmen: Er ließ sich das Narkosemittel Propofol spritzen, das nur in einem Operationssaal mit Herz-Lungen-Maschine und Wiederbelebungsgeräten von einem Anästhesisten angewendet werden darf. Jacksons Krankenschwester Cherilyn Lee sagte, sie habe versucht, seine Schlafprobleme mit Naturprodukten zu behandeln. Im April 2009 habe Jackson zu ihr gesagt, die würden nicht wirken: "Das einzige, was mir hilft, ist Diprivan". Diprivan ist ein Markenname von Propofol.

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Michael Jackson: "Ein Superstar und Gentleman" - Teil 2

 

Grund für das Zerwürfnis mit SONY war eine Klausel in Michael Jacksons Plattenvertrag über die Rechte an seiner Musik. Jackson erwartete, die kompletten Rechte im Jahr 2000 von SONY zurückzuerhalten. Doch es gab eine Klausel, die die Rückgabe um Jahre nach hinten verschoben, sobald er ein Album nicht zum vereinbarten Zeitpunkt liefern konnte. Das kommt bei kreativen Künstlern schon mal vor.

Jackson fand überdies heraus, dass die Anwaltskanzlei, die ihn vertrat, das heißt die Kanzlei von John Branca, auch SONY vertrat, und benutzte diesen Konflikt, um den Vertrag mit SONY zu kündigen.

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Michael Jackson: "Ein Superstar und Gentleman" - Teil 1

"Ein Superstar und Gentleman": das hat die Designerin Diana Walcak einmal über Jackson gesagt. Er sei "sowohl sanft als auch kraftvoll, beides zugleich" gewesen, so Walcak, die Jacksons Statue für sein Album HIStory entwickelt hat.

"Persönlich schien er sehr ruhig, schüchtern und nett zu sein und dann, als ich ihn am Abend beim Konzert sah, konnte ich nicht glauben, dass es dieselbe Person war", so ein Hotelangestellter, der den Megastar 1996 betreute.

Und dann gab es da noch die Facette des Freak, die die Medien von ihm zeichneten. "Ich denke, was die meisten Leute nicht wissen und was mich überraschte, war, wie 'normal' Michael Jackson als Person war", bemerkte Mark Ryden, Schöpfer des Albumcovers von "Dangerous", ganz anders als "sein sonderbares öffentliches Image".

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Zum Todestag von Michael Jackson

Michael Jacksons Tochter Paris liegt nach einem Selbstmordversuch im Krankenhaus. Seine Familie streitet vor Gericht gegen den Veranstalter seiner zuletzt geplanten Konzertserie um eine astronomische Entschädigung. Es geht darum, ob die Firma AEG Live den Arzt Conrad Murray beschäftigte, der Jackson am 25. Juni 2009 das Narkosemittel Propofol verabreichte, das zum Tod des Megastars führte. Murray wurde zu einer vierjährigen Haftstrafe wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.

Währenddessen kochen die Gerüchte um Jacksons Vaterschaft wieder hoch und es gibt neue Missbrauchsvorwürfe von dem Choreographen Wade Robson, der von Jackson als Kind entdeckt und gefördert wurde. Beides seien Gründe für den Zusammenbruch von Paris, hieß es. Die Dramen um den "King of Pop" nehmen auch vier Jahre nach seinem Tod kein Ende. Es gibt Dinge, die Sie vermutlich noch nicht über ihn wussten.


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