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Kunst

Rund 50.000 Artefakte in Tunnel unter Teotihuacán entdeckt

Mit neuster Technik und einem Team von Spezialisten mehrerer Universitäten sowie der mexikanischen Altertumsbehörde INAH haben Archäologen in Teotihuacán den bisher größten Fund von Artefakten freigelegt.

Es handelt sich um Figuren, Schmuck, Keramik und Werkzeuge, die als Opferbeigaben in einem Tunnel ausgelegt waren, der unter den "Tempel der Gefiederten Schlange" führt und dort in drei Kammern mündet.

Der Tunnel war vor rund 1800 Jahren von den Teotihuacanos zugeschüttet und 2003 wiederentdeckt worden. 970 Tonnen Erde und Steine mussten entfernt werden, um ihn wieder begehbar zu machen. 

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Ausstellung "Das Potosí-Prinzip" beleuchtet Kunst und Kommerz

Mit der Entdeckung von Silber im bolivianischen "Cerro Rico" und seiner Ausbeutung in der Minenstadt Potosí begannen das kapitalistische System und die Globalisierung von Geld und Kunstwerken. Das ist der Ausgangspunkt für eine eigenwillige Ausstellung, die Gegensätze aufzeigt, aber auch vereint: "Das Potosí-Prinzip" im Haus der Kulturen der Welt in Berlin zeigt rund 20 Gemälde und Aquarelle aus dem 17. bis 19. Jahrhundert sowie zeitgenössische Antworten auf sie.

Zu den historischen Werken gehören vor allem kolonialzeitliche Bilder des sogenannten "Andinen Barock", die erstmals in Deutschland zu sehen sind. Die meisten stammen aus dem "Museo Casa Nacional de Moneda" in Potosí, aus Museen in La Paz und dem spanischen Sevilla. Einige Werke sind noch im Besitz von einzelnen Klöstern oder sogar Dorfkirchen. Sie wurden im Vorfeld vom "Museo Nacional Reina Sofia" in Madrid restauriert, das zusammen mit der spanischen Regierung und dem Haus der Kulturen der Welt die Ausstellung finanziert. 25 internationale Künstler bzw. Künstlergruppen, davon nur drei aus Bolivien selbst, waren eingeladen, das "Potosí-Prinzip" im Lichte verschiedener geographischer und politischer Gegebenheiten zu interpretieren.

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Zeitgenössische argentinische Kunst wird in Berlin gezeigt

Erstmals in Deutschland zeigt die Berliner Akademie der Künste eine umfangreiche Werkschau mit Kunst aus Argentinien vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. Unter dem Titel "Realität und Utopie: Argentiniens künstlerischer Weg in die Gegenwart" hat die Kuratorin Diana B. Wechsler 100 Gemälde, Fotos, Installationen und Videos zusammengestellt, um die "Erinnerungs-kultur und Mentalitätsgeschichte" Argentiniens zu veranschaulichen. Das Projekt des Organisations-komitees für die Teilnahme Argentiniens als Ehrengastland zur Frankfurter Buchmesse zeigt Arbeiten von mehr als 70 Künstlern.

In den Kunstwerken wird meist die Geschichte Argentiniens von Diktatur, Krise und demokratischer Neuordnung reflektiert und auch politisch Stellung bezogen. Die Themen reichen von der Identitätssuche Argentiniens unter dem Einfluss westlicher Kunst bis zur internationalen Klimapolitik, die heimatliche Verortung durchaus aufzulösen vermag.

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Deutsche und mexikanische Künstler machen Müllproblem sichtbar

"Vom Unsichtbaren zum Sichtbaren": unter diesem Motto stellt die deutsche Künstlerin Pia Lanzinger rund ein Dutzend Straßenfeger auf eine Bühne mitten im Zentrum vom Mexiko-Stadt und lässt sie singen, zum Beispiel über ihren Arbeitsalltag, von kleinen Begebenheiten und großen Problemen, ihrer Selbstein-schätzung und der Missachtung, zuweilen sogar offenen Feindseligkeit der Passanten. Der Ort ist gut gewählt: Mexiko-Stadt ist nicht nur die bevölkerungsreichste Stadt der Welt, sondern auch eine "Müll-Metropole". Die einzige Mülldeponie, der „Bordo Poniente“, ist voll und juristisch bereits geschlossen, doch de facto wird weiter Tag für Tag tonnenweise Müll dort abgeladen.

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Deutsche Skulpturen mit Öko-Botschaft in Mexiko

"Die Möblierung der Großstadt": so nennt der Berliner Bildhauer Markus Keibel die Open-Air-Ausstellung deutscher und mexikanischer Künstler in Mérida etwas scherzhaft. Er ist einer der Deutschen, die im Rahmen des Programms "Hermandades Escultóricas" der Fundación MACAY A.C. und der Stadt Mérida eingeladen wurden, um in diesem Jahr die Innenstadt von Mérida mit 40 neuen Skulpturen zu bestücken.

In den Vorjahren waren Künstler aus den USA, Spanien und Japan zu Gast in Yucatán, jeweils gemeinsam mit mexikanischen Kollegen. In diesem Jahr steht die Ausstellung unter dem Motto "Ökologie", ein Thema, bei dem die Deutschen nicht nur mitreden können, sondern die Nase vorn haben. Die meisten Kunstwerke entstanden aus Müll: als Mahnung und als Vorbild, dass man alles wieder verwerten kann.

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