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Mexiko

Zweimal Unentschieden für Lateinamerikaner bei WM-Auftakt

Ein buntes Völkergemisch beim Eröffnungskonzert und zweimal Unentschieden am ersten Spieltag der WM 2010 erinnern uns daran, was Fußball eigentlich leisten kann und soll: friedliche Verständigung zwischen gleichwertigen Menschen verschiedener Nationalitäten.

Da kann man schonmal vergessen, dass die wahre Motivation für diesen Sport ja die ist, besser zu sein als der Andere, und dass der Ball nicht das einzige ist, was dabei rollt, sondern auch der Rubel. "Money makes the ball turn around": das gilt vor allem für Mexiko, das das Eröffnungsspiel gegen Gastgeber Südafrika bestreitet. In Mexiko gehören die Fußballvereine großen Firmen oder Medienkonzernen. Diese interessiert vor allem die Werbung für ihre Produkte, weniger der Sport an sich. Und so entspricht das Niveau der mexikanischen Spieler nicht immer ihren Gehältern. Die Nationalmannschaft erreichte nur 1970 und 1986 im eigenen Land das Viertelfinale einer WM. Sonst war spätestens im Achtelfinale Schluss.

Am Vorabend der WM gab es aber zunächst Unterhaltungsprogramm.

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Fußball-WM in Südafrika: Lateinamerikaner laufen sich warm

Drei Tage vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Gastgeber Südafrika zeigen sich die mexikanischen Spieler in Johannesburg selbstbewusst. Der 2:1-Sieg gegen den Weltmeister von 2006 Italien am 3. Juni hat die Hoffnungen von "El Tri" beflügelt, die Spiele der schweren Gruppe A gegen Südafrika, Franrkeich und Uruguay zu überstehen.

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Rechts und links von Chichén Itzá

Keine andere Maya-Stätte zieht so viele Besucher aus aller Welt an wie Chichén Itzá auf der Halbinsel Yukatan. Das Schattenspiel der von der berühmten Kukulkan-Pyramide herabsteigenden Schlange am 21. März, der Frühlings-Tag- und Nacht-Gleiche, war wohl schon zu Zeiten der alten Maya ein Spektakel. Dem konsumgewohnten modernen Menschen werden heute auch monumentale Lichtshows oder Mammutkonzerte wie das von Plácido Domingo im Oktober 2008 geboten. Die einheimischen Maya können sich den ebenfalls überdimensionierten Eintritt meist nicht leisten.

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Entdeckungen eines deutschen Höhlentauchers in Yukatan

Einige der letzten unerforschten Stellen dieser Erde sind sein Arbeitsplatz: der Tauchlehrer Robert Schmittner erkundet seit vielen Jahren die wassergefüllten Höhlensysteme Yukatans. Er lebt und arbeitet im "El Dorado" der Höhlentaucher: in Tulum an der mexikanischen Karibikküste. "Wenn ich in eine neue Führungsleine in einen Tunnel verlege, weiß ich, dass das, was ich jetzt mit meinen Augen sehe, vor mir noch niemand gesehen hat", erzählt er fasziniert.

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Zwischen Dichtung aus Hollywood und Wahrheit aus dem Regenwald

Auf den ersten Blick ist Hilaria Euan Hau eine blutrünstige Mörderin, ganz so wie in Mel Gibsons Film Apocalypto" über ihr Volk, die Maya. Ohne Reue zerteilt sie die Leiche vor ihr auf dem Tisch mit einem scharfen Messer.

Doch es ist nur ein Hühnchen, kein Menschenopfer, und Hilaria hat Gott vorher um Erlaubnis gebeten, wie es die Maya traditionell tun. Und Gott hat „uts' " gesagt: „gut“ oder „schön". Hühner sind das einzige, was Hilaria jemals bewusst getötet hat. Quietschvergnügt läuft das Geflügel hinter und oft auch in ihrer kleinen stroh-bedachten Holzhütte herum. Hilaria nährt es mit viel Aufmerksamkeit und zieht es groß.

Denn die Maya wissen um das Gesetz des Lebens: Geben und Nehmen müssen im Gleichgewicht sein. Wer ein Huhn tötet, muss dafür auch eins in die Welt setzen. Und die innere Haltung, mit der beides geschehen sollte, sind Freude und Dankbarkeit. Hilaria ist freudig und dankbar, sie hat ja auch ein ruhiges Gewissen: Gott war einverstanden, das Huhn war einverstanden: alles gesetzmäßig also.

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Deutsche Archäologin erforscht Wurzeln der Menschheit in Yukatan

Alte Knochen sind ihre große Leidenschaft. Dass das kein trockenes Thema ist, sondern hochspannend, hat die deutsche Archäologin und Anthropologin Vera Tiesler Blos, die an der Universität von Yukatan im Mérida lehrt, zuletzt durch ihre Forschungen an der “reina roja” unter Beweis gestellt. Die “rote Königin”, die Vera Tiesler selbst in der Maya-Stätte von Palenque mit ausgegraben hatte, entpuppte sich als eine bis dahin fast unbekannte Herrscherin und eine Rarität in der auch bei den Maya offenbar von Männern dominierten Welt, so dass ihr der Discovery-Channel sogar eine eigene Dokumentation widmete.

Doch nicht immer führen ihre Forschungen Vera Tiesler so weit in die Geschichte zurück. Beim Kongress “Afrocaribeños” stellte sie im November 2008 in Mérida den Stand der Wissenschaft zu einem Thema vor, das ebenfalls kaum bekannt ist: die afrikanischen Wurzeln der heutigen Bevölkerung Yukatans, die zumindest seit der Spanischen Eroberung nachweisbar sind.

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Deutsche Schule in Mexiko hat Verbindung zu umstrittenem Geschäftsmann

Die deutsche Schule im mexikanischen Tijuana ist eng verbunden mit einem umstrittenen, mexikanischen Geschäftsmann und Politiker, der sogar für Morde an Journalisten verantwortlich gemacht wird. Jorge Hank Rhon ist durch Erbschaft und die traditionelle Verquickung von Geschäft und Politik in Mexiko - manche fügen Drogenhandel und Organisierte Kriminalität hinzu - zu großem Reichtum gekommen. Davon leistet er sich allerhand kostspielige Eskapaden, die man Kindern nicht zumuten würde, und eben auch eine deutsche Schule.

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Doppelspitze wider Willen: Mexiko, das Land der zwei Präsidenten - Teil II

Als López Obradors Kandidatur für die Nachfolge von Fox bekannt wurde, konnte dieser kaum entzückt gewesen sein. „Wenn Andrés Manuel Präsident wird, steckt er mich ins Gefängnis“, soll er damals gesagt haben. Laut López Obrador begann damit die Schmutzkampagne gegen seine Person. Zunächst wurde versucht, ihn mit legalen Mitteln auszuschalten. Gegen ihn wurde ein Prozess angestrengt, weil er als Bürgermeister von Mexiko-Stadt verantwortlich gewesen sein soll für den Weiterbau einer Straße über ein umstrittenes Privatgrundstück trotz gerichtlicher Untersagung. Der Kongress entzog ihm die Immunität. Seine politischen Gegner wussten wohl, dass er mit einer anhängigen Anklage nicht für die Präsidentenwahl würde kandidieren können. López Obrador legte sein Amt als Bürgermeister nieder und organisierte Protestveranstaltungen für sich.

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Doppelspitze wider Willen: Mexiko, das Land der zwei Präsidenten - Teil I

Seit den Wahlen im Juli 2006 „regiert“ Andrés Manuel López Obrador, der Rivale von Felipe Calderón im Kampf um das höchste Staatsamt, als „legitimer Präsident“ im Schatten der offiziellen Politik. AMLO, wie er aufgrund der Initialen seines Namens gerufen wird, ist Kämpfen in der Defensive gewöhnt. Das mexikanische System der Korruption und Vetternwirtschaft habe ihm den politischen Sieg und dem Volk die Hoffnung auf Besserung genommen, wiederholt er gebetsmühlenartig bei seinem Auftritt in dem kleinen Ort Chicxulub in Yukatan wie im ganzen Land: „wir haben mit großem Abstand gesiegt.“ In Wirklichkeit habe er vier Millionen Stimmen mehr auf sich vereinigen können als der offizielle Amtsinhaber Felipe Calderón.

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Deutsche Akademikerin: Lieber nach Mexiko statt arbeitslos in Deutschland

Im Hotel Hyatt Regency in Cancún fällt sie auf: groß, blond, deutsch und immer ein Lachen im Gesicht. Veronika Burgmaier (24), die Diplom-Betriebswirtin aus Passau, genießt den offenen Umgang in Mexiko. „Hola chica“: die Mexikaner schauen ihr nach, wenn sie durchs Hotel spaziert von ihrem kleinen, fensterlosen Büro in der Marketing-Abteilung in die große, lichtdurchflutete Lobby, und zurück.

Die Aufmerksamkeit ist Balsam für ihre Seele. Denn eigentlich ist sie auf der Flucht vor einer Depression, die viele ihrer ehemaligen Studienkollegen bereits erfasst hat. Die Aussichten auf einen Job in Deutschland beschreibt sie so: „Man muss im Ausland gewesen sein, mindestens eine Fremdsprache fließend können, am besten fünf, man muss sich sozial engagieren, und dann sortieren sie einen trotzdem aus, weil es viel zu viele Bewerber gibt.“

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