Skip to Content

Reise

Tulum weiter beliebteste alte Stätte in Mexiko vor Chichén Itzá


Die kleine Maya-Stätte Tulum an der Karibikküste hat schon im zweiten Jahr in Folge Chichén Itzá als beliebtestes archäologisches Reiseziel in Mexiko abgelöst.

Nach Angaben des mexikanischen Tourismusministeriums verzeichnete Tulum im vergangenen Jahr 670.064 Besucher. In Chichén Itzá waren es nur 654.415. Vor allem die Zahl der ausländischen Touristen unter ihnen sank - im Vergleich zu 2011 um 12,39 Prozent.

Abonnieren Sie die LAZ, um den ganzen Artikel zu lesen.LAZ jetzt abonnieren!

Tourismus in Yukatan leidet unter schlechtem Management

Die Maya-Kultur lockt mehr als eine Million Urlauber in den mexikanischen Bundesstaat. Ein Ex-Mitarbeiter des Tourismusministeriums gibt interne Einblicke.

Mingyar Cetina ist ein großer Fan der Maya. Der 32-jährige Ingenieur und Tourismus-Experte kommt aus Yukatan, dem mexikanischen Bundesstaat mit dem höchsten Anteil an indigenen Maya in der Bevölkerung. Nach neusten Zahlen der nationalen Statistikbehörde INEGI sind es 55 Prozent. Das Erbe ihrer Vorfahren, die imposanten Maya-Stätten, allen voran Chichén Itzá, ist das größte Pfund, mit dem Yukatan international wuchern kann. Der Bundesstaat könnte aber viel mehr aus sich machen, meint Cetina. Da er kürzlich Deutschland besucht hat, hat er außerdem einen direkten Vergleich mit einem europäischen Land. Seitdem kommt Mexiko an sich in seinem Urteil schlecht weg. Das liegt auch an der Art der Vergabepraxis für öffentliche Posten.

Abonnieren Sie die LAZ, um den ganzen Artikel zu lesen.LAZ jetzt abonnieren!

Tulum, Riviera Maya, Mexiko: Die Hölle hinter dem Paradies

Die schöne Seite des Urlaubsparadieses: Stolz präsentiert Mario Cruz Rodríguez eine Hochglanz-Werbebroschüre mit vielen Fotos, wenig Information und dem neuen Logo von Tulum. Er ist Tourismusdirektor der Stadt an der mexikanischen Karibikküste, rund 130 Kilometer südlich von Cancún. Tulum ist ein beliebtes Ziel für Urlauber und Taucher, aber auch ein Umschlagplatz für Drogen, was kein Widerspruch sein muss, denn manche Urlauber kommen durchaus auch deswegen.

Mario Cruz will Tulum eine eigene Identität geben. Das neue Wahrzeichen ist die Silhouette des Maya-Tempels "Castillo", das mit seiner einzigartigen Lage direkt am Meer jedes Jahr Hunderttausende Besucher aus aller Welt nach Tulum lockt. "Wir wollen unsere Wurzeln bewahren", erläutert er. Das klingt gut. Der Mann kennt sich aus mit Marketing. Ob er maya spreche, frage ich Herrn Cruz. Nein. Ob er von den Maya abstamme. Auch nicht. Er kommt aus dem Bundesstaat Guerrero in Zentralmexiko.

Abonnieren Sie die LAZ, um den ganzen Artikel zu lesen.LAZ jetzt abonnieren!

Rechts und links von Chichén Itzá

Keine andere Maya-Stätte zieht so viele Besucher aus aller Welt an wie Chichén Itzá auf der Halbinsel Yukatan. Das Schattenspiel der von der berühmten Kukulkan-Pyramide herabsteigenden Schlange am 21. März, der Frühlings-Tag- und Nacht-Gleiche, war wohl schon zu Zeiten der alten Maya ein Spektakel. Dem konsumgewohnten modernen Menschen werden heute auch monumentale Lichtshows oder Mammutkonzerte wie das von Plácido Domingo im Oktober 2008 geboten. Die einheimischen Maya können sich den ebenfalls überdimensionierten Eintritt meist nicht leisten.

Abonnieren Sie die LAZ, um den ganzen Artikel zu lesen.LAZ jetzt abonnieren!
Inhalt abgleichen

LAZ-INFO