Skip to Content

Umwelt

Fukushima: Fakten zum havarierten AKW

Seit vier Tagen schaut die Welt auf Fukushima und befürchtet das Schlimmste: eine atomare Katastrophe à la Tschernobyl. Nun brennen die Reaktoren 3 und 4 und das Worst-Case-Szenario rückt immer mehr in Reichweite. Reaktor 4 habe vermutlich durch eine Wasserstoffexplosion Feuer gefangen, berichtete der japanische Sender NHK. Dort befindet sich das Abkühlbecken außerhalb des Sicherheitsbehälters, in dem abgebrannte Brennstäbe lagern, die ohne ausreichende Kühlung ähnlich gefährlich sind wie aktive Brennstäbe.

In Reaktor 3, dessen Gebäude zur Ummantelung schon am Montag in die Luft geflogen war, stieg ebenfalls an diesem Mittwoch Rauch auf – dort sind Brennstäbe mit hoch giftigem Plutonium gelagert. Eine Explosion hat es hier nach Angaben von Regierungssprecher Yukio Edano offenbar nicht gegeben, aber möglicherweise sei die wichtige innere Reaktorhülle beschädigt. Später hieß es, der Druck im Reaktormantel sei stabil geblieben. Am Sonntag war bereits eine Kernschmelze im Reaktor 3 bestätigt worden.

Widersprüchliche Informationen der japanischen Regierung und der Betreiber machen es schwer, die genaue Situation zu beurteilen.

Abonnieren Sie die LAZ, um den ganzen Artikel zu lesen.LAZ jetzt abonnieren!

Arbeiter aus Kernkraftwerk in Japan evakuiert

Die Lage im beschädigten Atomreaktor Fukushima I wird immer dramatischer: in der Anlage ist stark erhöhte Radioaktivität gemessen worden. Nach den Explosionen in den Blöcken 1 und 3 und einem Brand in Block 4, in dem abgebrannte Brennstäbe gelagert werden, ist nun erstmals der innere Schutzmantel in Block 2 beschädigt worden, was zu einem starken Austritt von Radioaktivität geführt hat.

Unterdessen herrschen im von Erdbeben und Tsunami zerstörten Nordosten Japans weiter katastrophale Zustände.

Abonnieren Sie die LAZ, um den ganzen Artikel zu lesen.LAZ jetzt abonnieren!

Nach Erdbeben und Tsunami in Japan Angst vor atomarem Super-GAU

Die Welt hält den Atem an: durch eine Wasserstoffexplosion wird das Dach von Block Eins im Atomkraftwerk Fukushima 1 weggesprengt. Der Betonmantel um den Reaktorkern sei stabil, meldet die japanische Regierung. 

Die Atomreaktoren seien zwar vorher schon abgeschaltet worden, aber es sei eine Kernschmelze eingetreten, da durch den Ausfall aller Strom- und Notstromsysteme und damit des Kühlsystems eine Überhitzung der Brennstäbe nicht verhindert werden konnte.

In einer ungewöhnlichen Maßnahme leitet nun die Betreiberfirma des Kraftwerks eine Mischung aus Meerwasser und Bor in den Block, um den Kern abzukühlen. Ob das erfolgreich sein wird, ist unklar. Schon jetzt wird bis zu 400mal höhere Radioaktivität als normal in der Nähe des Reaktors gemessen. Anwohner im Umkreis von zehn, dann von 20 Kilometern wurden evakuiert.

Auch in einem zweiten beschädigten Reaktorblock befürchtet die Betreiberfirma TEPCO nun eine Explosion.

Abonnieren Sie die LAZ, um den ganzen Artikel zu lesen.LAZ jetzt abonnieren!

Tsunami-Welle aus Japan trifft nur schwach auf Lateinamerika

Mexiko, Peru und Chile haben bereits wieder Entwarnung für ihre Küsten gegeben. Leichte Überschwemmungen gab es in Chile.

Aus Vorsicht hatten die Behörden von Mexiko bis Chile Dörfer evakuiert und Häfen am Pazifik gesperrt, doch der Tsunami aus Japan traf nur recht abgeschwacht auf die Küsten Lateinamerikas. Drei Meter hohe Wellen waren erwartet worden. Am Ende war es nur rund ein halber Meter.

Abonnieren Sie die LAZ, um den ganzen Artikel zu lesen.LAZ jetzt abonnieren!

BP bemüht sich um Schadensbegrenzung im Golf von Mexiko

Der Geschäftsführer des britischen Erdölkonzerns BP Tony Hayward ist nach eigenen Worten “am Boden zerstört” durch die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko, die die Explosion der BP-Plattform Deepwater Horizon verursacht hat. Er verstehe auch die Wut der US-Amerikaner gegen sein Unternehmen, sagte Hayward am Donnerstag in einer Rede im US-Kongress.

Wie ernst gemeint diese Aussage ist, bleibt fraglich angesichts der Tatsache, dass Hayward nur einen Monat vor der Bekanntgabe des Umweltgaus ein Drittel seiner Aktien an dem Unternehmen im Wert von 1,7 Millionen Euro an dem Unternehmen verkaufte, wie die britische Zeitung Telegraph berichtet. Hayward erschien vor einem Untergremium der Energie- und Handelskommission des US-Repräsentantenhauses, wo er von einigen Abgeordneten scharf kritisiert wurde. Der Republikaner Joe Barton sagte, er sei beschämt über das Geschäft des Weißen Hauses mit BP.

Abonnieren Sie die LAZ, um den ganzen Artikel zu lesen.LAZ jetzt abonnieren!

Tödliche Bilanz der Naturkatastrophen in Guatemala

Tropenstürme, Vulkanausbrüche, Erdrutsche, Überschwemmungen: das Bild des mehr als 30 Meter tiefen Kraters, der sich mitten in Guatemala-Stadt infolge des Unwetters "Agatha" auftat, ist wohl das beeindruckendste Zeugnis der letzten Tage aus dem von Naturkatastrophen gebeutelten Guatemala.

172 Menschen sind infolge von "Agatha" ums Leben gekommen, 101 werden weiterhin vermisst, 148 sind verletzt und fast 150.000 wurden evakuiert. Letztere müssen vorerst in den Notunterkünften bleiben, da am Wochenende weitere Regenfälle erwartet werden.

Abonnieren Sie die LAZ, um den ganzen Artikel zu lesen.LAZ jetzt abonnieren!
Inhalt abgleichen

LAZ-INFO