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Lateinamerika

Ex-Diktator Jean-Claude Duvalier in Haiti festgenommen

Nach 25 Jahren im Exil war Duvalier, genannt "Baby Doc", erst am Sonntag nach Haiti zurückgekehrt. Sein Spitzname macht den Mann niedlicher als er ist. Und seine überraschende Rückkehr nach Haiti hatte etwas vom Brandstifter, den das lodernde Feuer wieder an den Ort seines Verbrechens zieht. Jean-Claude Duvalier war ein finsterer Diktator und höchstwahrscheinlich hat er das haitianische Volk während seiner Amtszeit um viel Geld betrogen, das er danach an der französischen Côte d'Azur verprasste.

Die letzten 25 Jahre hatte Duvalier im Exil in Frankreich verbracht, nachdem seine Regierung 1986 wegen Korruption, politischer Repression und Menschenrechtsverletzungen aus Haiti gejagt worden war.

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Warum der Drogenkrieg in Mexiko so nicht gewonnen werden kann - Teil II

Journalisten, Akademiker und frühere hohe Regierungsbeamte kommen zu einem fatalen Urteil über den Drogenkrieg in Mexiko: er ist so nicht zu gewinnen. Die Verflechtungen zwischen Politik und Drogenhandel seien so groß, dass staatliches Handeln GEGEN das "Narco-System" wie es der US-Journalist und Drogen-Experte Terrence Poppa nennt, eine Illusion sei, die sogar bewusst künstlich erzeugt und aufrechterhalten werde, um die Öffentlichkeit zu täuschen.

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Warum der Drogenkrieg in Mexiko so nicht gewonnen werden kann - Teil I

Von politischen und wirtschaftlichen Interessen sowie den Niederungen der menschlichen Existenz: Eine Bestandsaufnahme des "Narco-Systems".

An schlechten Nachrichten, ernüchternden Analysen und drastischen Zitaten über den Drogenhandel und die Verstrickung in die Politik Mexikos mangelt es nicht. “Ciudad Juárez wird der gemeinsame Nenner für das ganze mexikanische Territorium sein. Ciudad Juárez wird die Zukunft Mexikos sein”, meint Edgardo Buscaglia, Rechtsprofessor am "Instituto Tecnológico Autónomo de México", ITAM. Seit Jahren berät er Regierungen und die Vereinten Nationen zum Thema Kriminalitätsbekämpfung und Drogenpolitik.

Mit 3.111 Toten allein in 2010 ist Ciudad Juárez, an der Grenze zwischen Mexiko und den USA, nicht nur die Stadt mit der höchsten Mordrate der Welt, sondern auch der offensichtlichste Schauplatz des Drogenkrieges, der scheinbar zwischen der mexikanischen Regierung und den Drogenkartellen ausgefochten wird. Scheinbar, denn Kenner der Materie weisen ebenfalls seit Jahren auf die engen Verbindungen zwischen beiden hin.

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Kolumbien und Venezuela normalisieren diplomatische Beziehungen

Mit der Akkreditierung eines neuen Botschafters aus Venezuela in Kolumbien haben beide Länder einen weiteren Schritt zur Normalisierung ihrer Beziehungen unternommen. Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos empfing den neuen venezolanischen Botschafter Iván Rincón am Regierungssitz Casa de Nariño.

Rincón ist Anwalt und war zuvor Botschafter Venezuelas im Vatikan. Er sagte, für Bogotá und Caracas beginne nun eine neue Ära nach den permanenten Spannungen während der Regierungszeit des ehemaligen kolumbianischen Präsidenten Álvaro Uribe von 2002 bis 2010. "Wir sind Brüdervölker und zwischen uns können und werden keine Differenzen existieren, die uns heute und in der Zukunft trennen", sagte Rincón.

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2010 feierte Lateinamerika 200 Jahre Unabhängigkeit

2010 begingen Argentinien, Bolivien, Chile, Ecuador, Kolumbien und Mexiko das 200-jährige Jubiläum "Bicentenario" - ein"kontinentales Fest", wie die mexikanische Tageszeitung El Universal titelte.

Neben Mexiko feierten Argentinien, Chile und Kolumbien 200 Jahre Unabhängigkeit von Spanien genau im Jahr 2010. Ecuador und Bolivien hatten ihre Festlichkeiten schon 2009 begonnen und setzten sie 2010 fort. 2011 werden Venezuela und Paraguay folgen, wobei diese beiden schon in diesem Jahr 2010 mit dem Feiern anfangen.

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Dilma Rousseff zur ersten Präsidentin Brasiliens gewählt

Mit dem Versprechen, den Kurs ihres Vorgängers und Mentors Lula fortzuführen, hat die Favoritin Dilma Rousseff als erste Frau die Präsidentschaftswahlen in Brasilien gewonnen.

Die 62-jährige Kandidatin der linken Arbeitspartei des scheidenden Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva erhielt im zweiten Wahlgang rund 56 Prozent der Stimmen. Rousseff ist Ökonomin und war zuvor Energieministerin und Regierungschefin.

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“Dienstwagen-Affären” und Staatskriminalität in Mexiko

Was in Deutschland für monatelange Empörung sorgt und Wählerstimmen kostet, wäre in Mexiko nicht einmal eine Schlagzeile wert: dass ein Minister oder Abgeordneter seine Dienstwagen für private Zwecke benutzt - wie jüngst die deutsche Gesundheitsministerin Ulla Schmidt-, ist gang und gäbe. Er und seine Familie benutzen Priviliegien grundsätzlich  ungestraft, um ihre persönlichen Interessen durchzusetzen - und für diese gehen sie sogar bis zu Mord.

Lesen und hören Sie hier ein exklusives Interview mit dem ehemaligen Leibwächter eines mexikanischen Abgeordneten über die Machenschaften korrupter Politiker, die keine Einzelfälle sind.

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Doppelspitze wider Willen: Mexiko, das Land der zwei Präsidenten - Teil II

Als López Obradors Kandidatur für die Nachfolge von Fox bekannt wurde, konnte dieser kaum entzückt gewesen sein. „Wenn Andrés Manuel Präsident wird, steckt er mich ins Gefängnis“, soll er damals gesagt haben. Laut López Obrador begann damit die Schmutzkampagne gegen seine Person. Zunächst wurde versucht, ihn mit legalen Mitteln auszuschalten. Gegen ihn wurde ein Prozess angestrengt, weil er als Bürgermeister von Mexiko-Stadt verantwortlich gewesen sein soll für den Weiterbau einer Straße über ein umstrittenes Privatgrundstück trotz gerichtlicher Untersagung. Der Kongress entzog ihm die Immunität. Seine politischen Gegner wussten wohl, dass er mit einer anhängigen Anklage nicht für die Präsidentenwahl würde kandidieren können. López Obrador legte sein Amt als Bürgermeister nieder und organisierte Protestveranstaltungen für sich.

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Doppelspitze wider Willen: Mexiko, das Land der zwei Präsidenten - Teil I

Seit den Wahlen im Juli 2006 „regiert“ Andrés Manuel López Obrador, der Rivale von Felipe Calderón im Kampf um das höchste Staatsamt, als „legitimer Präsident“ im Schatten der offiziellen Politik. AMLO, wie er aufgrund der Initialen seines Namens gerufen wird, ist Kämpfen in der Defensive gewöhnt. Das mexikanische System der Korruption und Vetternwirtschaft habe ihm den politischen Sieg und dem Volk die Hoffnung auf Besserung genommen, wiederholt er gebetsmühlenartig bei seinem Auftritt in dem kleinen Ort Chicxulub in Yukatan wie im ganzen Land: „wir haben mit großem Abstand gesiegt.“ In Wirklichkeit habe er vier Millionen Stimmen mehr auf sich vereinigen können als der offizielle Amtsinhaber Felipe Calderón.

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Die "historische Schuld" gegenüber den indigenen Völkern - Teil II

Wir haben eine 'historische Schuld' gegenüber den indigenen Völkern", sagt Gabriela Santinelli Recio, Abgeordnete der „Partei der Institutionalisierten Revoution“, PRI, in Yukatan. Statistisch stellen die Maya in diesem mexikanischen Bundesstaat mit fast 60 Prozent die Mehrheit der Bevölkerung, in den politischen und wirtschaftlichen Entscheidungs-gremien schlägt sich das jedoch nicht nieder.

Die ethnische Zugehörigkeit korreliert vielmehr mit hoher Armut und Marginalisierung. Die Kluft hat sich über Jahrhunderte entwickelt. Die Politik ist nun gefordert, sie zu überbrücken. Bildung ist dabei ein wichtiger Aspekt. Derzeit hat der Kongress zwei Gesetzesentwürfe über die Rechte der Maya vorliegen und hat Vertreter von sozialen Organisationen sowie interessierte Bürger zu einem runden Tisch eingeladen.

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