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Kunst, Medien, Film, Musik, Literatur

Literatur-Nobelpreis für Peruaner Mario Vargas Llosa

Zum ersten Mal seit fast 30 Jahren hat wieder ein Südamerikaner den Literatur-Nobelpreis erhalten: der peruanische Romancier und Essayist Mario Vargas Llosa. Das gab das schwedische Nobelpreiskomitee an diesem Donnerstag in Stockholm bekannt.

Der ehemalige Präsidentschaftskandidat bekomme die Auszeichnung „für seine Kartographie der Machtstrukturen und scharfkantigen Bilder individuellen Widerstands, des Aufruhrs und der Niederlage“, hieß es zur Begründung. Die Verleihung findet am 10. Dezember in Stockholm statt, dem Todestag von Preisstifter Alfred Nobel.

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Frankfurter Buchmesse eröffnet mit Ehrengast Argentinien

In Frankfurt am Main hat die Buchmesse mit dem Gastland Argentinen begonnen. Bei der weltgrößten Literaturschau präsentiert sich damit seit 1994 wieder ein lateinamerikanisches Land. Die Ausstellung des schriftstellerischen Schaffens Argentiniens steht unter dem Motto "Argentina, cultura en movimiento" ("Kultur in Bewegung") und ist der Höhepunkt einer Reihe von Veranstaltungen, die Argentinien selbst in den Kontext der Feierlichkeiten zum "Bicentenario", dem 200-jährigen Jubiläum seiner Unabhängigkeit, stellt. Zur feierlichen Eröffnung war Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner nach Frankfurt gekommen.

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Zeitgenössische argentinische Kunst wird in Berlin gezeigt

Erstmals in Deutschland zeigt die Berliner Akademie der Künste eine umfangreiche Werkschau mit Kunst aus Argentinien vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. Unter dem Titel "Realität und Utopie: Argentiniens künstlerischer Weg in die Gegenwart" hat die Kuratorin Diana B. Wechsler 100 Gemälde, Fotos, Installationen und Videos zusammengestellt, um die "Erinnerungs-kultur und Mentalitätsgeschichte" Argentiniens zu veranschaulichen. Das Projekt des Organisations-komitees für die Teilnahme Argentiniens als Ehrengastland zur Frankfurter Buchmesse zeigt Arbeiten von mehr als 70 Künstlern.

In den Kunstwerken wird meist die Geschichte Argentiniens von Diktatur, Krise und demokratischer Neuordnung reflektiert und auch politisch Stellung bezogen. Die Themen reichen von der Identitätssuche Argentiniens unter dem Einfluss westlicher Kunst bis zur internationalen Klimapolitik, die heimatliche Verortung durchaus aufzulösen vermag.

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Deutsche und mexikanische Künstler machen Müllproblem sichtbar

"Vom Unsichtbaren zum Sichtbaren": unter diesem Motto stellt die deutsche Künstlerin Pia Lanzinger rund ein Dutzend Straßenfeger auf eine Bühne mitten im Zentrum vom Mexiko-Stadt und lässt sie singen, zum Beispiel über ihren Arbeitsalltag, von kleinen Begebenheiten und großen Problemen, ihrer Selbstein-schätzung und der Missachtung, zuweilen sogar offenen Feindseligkeit der Passanten. Der Ort ist gut gewählt: Mexiko-Stadt ist nicht nur die bevölkerungsreichste Stadt der Welt, sondern auch eine "Müll-Metropole". Die einzige Mülldeponie, der „Bordo Poniente“, ist voll und juristisch bereits geschlossen, doch de facto wird weiter Tag für Tag tonnenweise Müll dort abgeladen.

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Zwischen Dichtung aus Hollywood und Wahrheit aus dem Regenwald

Auf den ersten Blick ist Hilaria Euan Hau eine blutrünstige Mörderin, ganz so wie in Mel Gibsons Film Apocalypto" über ihr Volk, die Maya. Ohne Reue zerteilt sie die Leiche vor ihr auf dem Tisch mit einem scharfen Messer.

Doch es ist nur ein Hühnchen, kein Menschenopfer, und Hilaria hat Gott vorher um Erlaubnis gebeten, wie es die Maya traditionell tun. Und Gott hat „uts' " gesagt: „gut“ oder „schön". Hühner sind das einzige, was Hilaria jemals bewusst getötet hat. Quietschvergnügt läuft das Geflügel hinter und oft auch in ihrer kleinen stroh-bedachten Holzhütte herum. Hilaria nährt es mit viel Aufmerksamkeit und zieht es groß.

Denn die Maya wissen um das Gesetz des Lebens: Geben und Nehmen müssen im Gleichgewicht sein. Wer ein Huhn tötet, muss dafür auch eins in die Welt setzen. Und die innere Haltung, mit der beides geschehen sollte, sind Freude und Dankbarkeit. Hilaria ist freudig und dankbar, sie hat ja auch ein ruhiges Gewissen: Gott war einverstanden, das Huhn war einverstanden: alles gesetzmäßig also.

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Deutsche Skulpturen mit Öko-Botschaft in Mexiko

"Die Möblierung der Großstadt": so nennt der Berliner Bildhauer Markus Keibel die Open-Air-Ausstellung deutscher und mexikanischer Künstler in Mérida etwas scherzhaft. Er ist einer der Deutschen, die im Rahmen des Programms "Hermandades Escultóricas" der Fundación MACAY A.C. und der Stadt Mérida eingeladen wurden, um in diesem Jahr die Innenstadt von Mérida mit 40 neuen Skulpturen zu bestücken.

In den Vorjahren waren Künstler aus den USA, Spanien und Japan zu Gast in Yucatán, jeweils gemeinsam mit mexikanischen Kollegen. In diesem Jahr steht die Ausstellung unter dem Motto "Ökologie", ein Thema, bei dem die Deutschen nicht nur mitreden können, sondern die Nase vorn haben. Die meisten Kunstwerke entstanden aus Müll: als Mahnung und als Vorbild, dass man alles wieder verwerten kann.

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