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Flora und Fauna, Geschichte

Landwirt aus Mexiko baut seit 40 Jahren Riesengemüse an

Viel Auswahl gibt es an diesem Tag auf seinem Feld nicht: im Juni ist eher Pflanz- als Erntezeit. Doch mit sicherem Gespür rupft Don José eine riesige, birnenförmige Rote Rübe aus der Erde, mehr als zweimal so groß wie sein Kopf und schätzungsweise acht Kilo schwer.

Normalerweise wiegt eine Rote Rübe oder Rote Bete maximal 600 Gramm. Aber Don Josés Feldgewächse haben seit 40 Jahren außerirdische Ausmaße, den Beweis tritt der Landwirt aus Valle de Santiago im mexikanischen Bundesstaat Guanajuato immer wieder gerne an.

Die größte Rote Rübe habe bisher elf Kilo und 100 Gramm auf die Waage gebracht, sagt er, während er weiter nach so einem Exemplar Ausschau hält. "Hier gab es ein paar sehr große, aber sie haben sie sich schon geholt. Die Leute suchen immer noch größer und noch größer. Sie nehmen sie einfach mit", erklärt Don José etwas resigniert.

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Braunau erkennt Hitler die Ehrenbürgerschaft ab

66 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat die oberösterreichische Geburtsstadt von Adolf Hitler diesem die Ehrenbürgerschaft und das Heimatrecht aberkannt. Der Gemeinderat von Braunau am Inn fasste den Beschluss einstimmig. 

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Kupfer aus Chile im Bergbau-Museum Bochum

Dass Sie diesen Artikel lesen können, liegt auch an den Kupferdrähten in Ihrem Computer. Kupfer ist aus der modernen Welt kaum wegzudenken, auch wenn der Chiphersteller Intel das Metall in Zukunft durch dünne Glasfasern ersetzen will. Der Rohstoff ist wegen seiner elektrothermischen Fähigkeiten gefragt und nicht nur Bestandteil von Computern, sondern auch in Telekommunikationsanlagen und Fahrzeugen zu finden.

40 Prozent des Weltbedarfs an Kupfer liefert Chile. In der Sonderausstellung "Schätze der Anden – Chiles Kupfer für die Welt" bietet das Deutsche Bergbau-Museum Bochum einen Überblick über die Förderung und Verwendung von Kupfer von frühen Hochkulturen bis zum modernen High-Tech-Bergbau. 

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Internationale Maya-Forscher bei Kongress in Yukatan

Von der Bedeutung von Wolken in der Kosmovision der Maya bis zum Untergang ihrer Hochkultur: thematisch beackert der 3. Internationale Kongress der Maya-Kultur in Mérida ein weites Feld.

Vom 13. bis 19. März findet in der Hauptstadt des mexikanischen Bundesstaates Yukatan das Who-is-Who der internationalen Maya-Forschung ein. Unter den Experten sind auch Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, einige leben und arbeiten auf der mexikanischen Halbinsel.

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2010 feierte Lateinamerika 200 Jahre Unabhängigkeit

2010 begingen Argentinien, Bolivien, Chile, Ecuador, Kolumbien und Mexiko das 200-jährige Jubiläum "Bicentenario" - ein"kontinentales Fest", wie die mexikanische Tageszeitung El Universal titelte.

Neben Mexiko feierten Argentinien, Chile und Kolumbien 200 Jahre Unabhängigkeit von Spanien genau im Jahr 2010. Ecuador und Bolivien hatten ihre Festlichkeiten schon 2009 begonnen und setzten sie 2010 fort. 2011 werden Venezuela und Paraguay folgen, wobei diese beiden schon in diesem Jahr 2010 mit dem Feiern anfangen.

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Die Revolution entlässt ihre Kinder nicht

Mexiko begeht das 100-jährige Jubiläum einer Revolution, die noch aussteht. Jedes Jahr wiederholt das Land den Traum einer Revolution, die so nicht stattgefunden hat. Sie wird gefeiert und gefeiert, um sich selbst vorzumachen, dass es sie gab. Der Mensch erschafft sich zuerst die Illusion von der Wirklichkeit, bevor sie sich verwirklicht. Das gilt als normal. Aber bis dahin, muss das Prinzip verstanden und die Realität erkannt werden, sonst ist die Verwirklichung blockiert.

Das 200-jährige Jubiläum der Unabhängigkeit wird in spanisch gefeiert, der Sprache der Konquistadoren, und das 100-jährige Jubiläum der Revolution am 20. November, der Umwälzung der Gesellschaft von einer feudalistischen, oligarchischen Herrschaftsstruktur in eine Demokratie, wird von immer noch feudalistischen und oligarchischen Herrschaftsstrukturen organisiert. Nur langsam wächst ein Bewusstsein für solche Widersprüche.

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Entdeckungen eines deutschen Höhlentauchers in Yukatan

Einige der letzten unerforschten Stellen dieser Erde sind sein Arbeitsplatz: der Tauchlehrer Robert Schmittner erkundet seit vielen Jahren die wassergefüllten Höhlensysteme Yukatans. Er lebt und arbeitet im "El Dorado" der Höhlentaucher: in Tulum an der mexikanischen Karibikküste. "Wenn ich in eine neue Führungsleine in einen Tunnel verlege, weiß ich, dass das, was ich jetzt mit meinen Augen sehe, vor mir noch niemand gesehen hat", erzählt er fasziniert.

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Deutsche Archäologin erforscht Wurzeln der Menschheit in Yukatan

Alte Knochen sind ihre große Leidenschaft. Dass das kein trockenes Thema ist, sondern hochspannend, hat die deutsche Archäologin und Anthropologin Vera Tiesler Blos, die an der Universität von Yukatan im Mérida lehrt, zuletzt durch ihre Forschungen an der “reina roja” unter Beweis gestellt. Die “rote Königin”, die Vera Tiesler selbst in der Maya-Stätte von Palenque mit ausgegraben hatte, entpuppte sich als eine bis dahin fast unbekannte Herrscherin und eine Rarität in der auch bei den Maya offenbar von Männern dominierten Welt, so dass ihr der Discovery-Channel sogar eine eigene Dokumentation widmete.

Doch nicht immer führen ihre Forschungen Vera Tiesler so weit in die Geschichte zurück. Beim Kongress “Afrocaribeños” stellte sie im November 2008 in Mérida den Stand der Wissenschaft zu einem Thema vor, das ebenfalls kaum bekannt ist: die afrikanischen Wurzeln der heutigen Bevölkerung Yukatans, die zumindest seit der Spanischen Eroberung nachweisbar sind.

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S.O.S aus Villa Carlota: Eine deutsche Kolonie in Yukatan im 19. Jh. - Teil II

Am 25. Oktober 1865 wurde das Kolonisierungsprojekt von Kaiser Maximilian in Yukatan Realität: die ersten 228 deutschen ”colonos” kamen in Sisal mit dem Schiff “San Luis” aus Hamburg an. Auf ihnen lasteten hohe Erwartungen: sie sollten das ungenutzte Land kultivieren, das Arbeitsniveau der einheimischen Bevölkerung anheben, friedenstiftend auf die Maya-Rebellen im Kastenkrieg einwirken, möglichst bald vom Handel mit selbstproduziertem Henequén, Baumwolle und Tabak leben und die Wirtschaft ankurbeln. Doch die wenigsten waren Bauern.

Aus den Passagierlisten gehen in den meisten Fällen die Berufe der Kolonisten hervor: Metzger, Tischler, Gerber, Schneider, Schlosser, Schmiede, Uhrmacher und Bäcker waren darunter, auch ein Schornsteinfeger und sechs Bergmänner – Berufe, die in Yukatan nicht gebraucht wurden. Nur rund 22 Prozent gaben Bauer als Beschäftigung an. Außerdem war nur ein einziger Lehrer unter den Einwanderern, der auch noch recht früh aus der Kolonie weglief. Es gab keinen deutschen Arzt und keinen Priester. Der von der Regierung Yukatans als Direktor der Kolonie ernannte Moritz von Hippel hatte aber ursprünglich den Auftrag gehabt, 500 bis 600 Bauern zu rekrutieren. Von diesem Ziel war er weit entfernt und so wurden die Eintragungen in mexikanischen Listen später “geschönt”: dort tauchen hispanisierte Namen auf und mehr Bauern.

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S.O.S aus Villa Carlota: Eine deutsche Kolonie in Yukatan im 19. Jh.- Teil I

“Es bleibt uns also nichts übrig als wie die hiesigen eingeborenen Indianer von Maisbrot und Wasser zu leben, deshalb sind wir wahrlich nicht nach Yucatan ausgewandert”: Not und Groll sprechen aus einem Hilfsgesuch, das die Vertreter von deutschen Einwanderern der Kolonie “Villa Carlota” im August 1866 an die kaiserliche Regierung von Yukatan richeteten. Dabei waren einige von ihnen längstens ein Jahr im Land und sie waren so vielversprechend angekündigt, so herzlich von den Einheimischen empfangen und so reich wie keine anderen Kolonisten beschenkt worden.

“Die Deutschen waren vermutlich die Siedler, die mit der größten Sympathie aufgenommen wurden”, erklärt die in Augsburg lebende mexikanische Anthropologin Alma Durán Merk, außerdem sei dies “vermutlich der erste Fall subventionierter Kolonisation in Mexiko” gewesen. Ihr ist es zu verdanken, dass dieses Stück deutscher Geschichte in Yukatan während der Regierung Mexikos durch Kaiser Maximilian von Habsburg von 1864 bis 1867 überhaupt für die Nachwelt dokumentiert wurde.

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