Skip to Content

Welt, Europa, Lateinamerika

Die "historische Schuld" gegenüber den indigenen Völkern - Teil II

Wir haben eine 'historische Schuld' gegenüber den indigenen Völkern", sagt Gabriela Santinelli Recio, Abgeordnete der „Partei der Institutionalisierten Revoution“, PRI, in Yukatan. Statistisch stellen die Maya in diesem mexikanischen Bundesstaat mit fast 60 Prozent die Mehrheit der Bevölkerung, in den politischen und wirtschaftlichen Entscheidungs-gremien schlägt sich das jedoch nicht nieder.

Die ethnische Zugehörigkeit korreliert vielmehr mit hoher Armut und Marginalisierung. Die Kluft hat sich über Jahrhunderte entwickelt. Die Politik ist nun gefordert, sie zu überbrücken. Bildung ist dabei ein wichtiger Aspekt. Derzeit hat der Kongress zwei Gesetzesentwürfe über die Rechte der Maya vorliegen und hat Vertreter von sozialen Organisationen sowie interessierte Bürger zu einem runden Tisch eingeladen.

Abonnieren Sie die LAZ, um den ganzen Artikel zu lesen.LAZ jetzt abonnieren!

Die "historische Schuld" gegenüber den indigenen Völkern - Teil I

Deutschland und der Holocaust, Südafrika und die Apartheid, Kambodscha und die Roten Khmer: die Selbst-Erhebung des Menschen über andere Vertreter seiner Art hat viele dunkle Kapitel in der Geschichte hervorgebracht. Nicht immer dauert die Aufarbeitung so lange wie im Fall der indigenen Völker Amerikas, die jetzt erst, 500 Jahre nach dem Trauma der Eroberung durch die Europäer, zu neuem politischen Selbstbewusstsein erwachen.

Grund dafür ist die internationale Aufmerksamkeit, die den indigenen Völkern neuerdings zuteil wird. Im April und Mai 2008 hat das „Permanente Forum der Vereinten Nationen für die Belange Indigener Völker“, UNPFII, zum siebten Mal in New York getagt. Es war die erste Sitzung seit der Verabschiedung der richtungsweisenden „UN-Erklärung über die Rechte indigener Völker“ am 13. September 2007.

Abonnieren Sie die LAZ, um den ganzen Artikel zu lesen.LAZ jetzt abonnieren!
Inhalt abgleichen

LAZ-INFO